Gasübergabestation: Was ist das eigentlich?

Gegenüberstellung Vorher-Nachher einer Gasübergabestation mit und ohne Graffiti

Von „Gasübergabestationen“ oder auch kurz „Stationen“ habt ihr in den letzten Tagen viel gelesen und gesehen. Diese tristen Kästen, die fast an jeder Ecke in unserer Stadt stehen, und die wir bunter gemacht haben. Wir berichteten. Aber habt ihr euch nicht auch schon mal gefragt, was das ist? Eine Gasübergabestation?

Vorweggeschickt: Der Begriff wird schon recht vereinfacht von uns genutzt; korrekt heißen diese Stationen „Gasdruckregel- und -messanlagen“. Das können die kleinen, bekannten Kästen sein oder auch begehbare Gebäude.

Innenansicht einer Gasregelstation

Gefüllt mit allerlei Rohren, Messgeräten und Ventilen bringen sie das Gas in euer Zuhause. Grob gesagt! Rund 300 dieser Anlagen, die wir als Mülheimer Erdgasversorger betreiben, verteilen sich über unser Stadtgebiet, aber nur über die 8 größten wird das Gas in unser Netz eingespeist. Da Gas an sich geruchslos ist, wird dort auch der charakteristische Geruchsstoff beigemischt. So riecht ihr bei Problemen frühzeitig Gas. Die Aufgaben aller Anlagen sind, das Gas zu filtern, den Druck zu reduzieren und die Gasmenge, die hier durchfließt, zu messen.

Denn das Gas vom sog. vorgelagerten Netzbetreiber, unserem Lieferanten, wird nicht so angeliefert, dass es direkt eure Häuser beheizen kann. In der Regel ist der Druck zu hoch, muss heruntergeregelt und auf dem entsprechenden Niveau gehalten werden. Dies geschieht in 2 Stufen – von hohem über mittlerem bis zu niedrigem Druck. Während größere Abnehmer auch mit mittlerem Druck versorgt werden können, benötigen 90 % der Mülheimer Häuser den niedrigeren Druck. Unbestritten sind diese tristen Kästen und Gebäude wichtige Knotenpunkte für die Gasversorgung unserer Stadt. Erst sie sorgen dafür, dass wir es in den kalten Wintermonaten warm und gemütlich haben.

Bilder: medl, Highlightz

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